Tranceinduktion: Allgemeines zu Induktionstechniken

In diesem Blogbeitrag soll näher auf Möglichkeiten zur Tranceinduktion eingegangen werden. Die Zahl der Techniken, welche zur Tranceinduktion genutzt werden, ist praktisch unüberschaubar, hat doch jeder Hypnotiseur seine eigene Arbeitsweise und Vorlieben. Und auch das von Milton Erickson propagierte klientenzentrierte Arbeiten verlangt von uns als Hypnotherapeuten einen individuellen Zugang zum Hypnotisanden. In diesem Blogbeitrag werden einige praktisch anwendbare Induktionstechniken vorgestellt und der Anstoss zum etwaigen Entwickeln eigener Methoden auf Basis der beschriebenen Techniken gegeben.

Trance-Zustände können auf verschiedene Art und Weise hervorgerufen werden, beispielsweise durch bestimmte Bewegungsformen (Yoga, Tanz) und sportliche Betätigung (Jogging, Radfahren), durch Absorption von Aufmerksamkeit bei Hobbies (Lesen, Musizieren), weiters durch Massagen, Musik, Autogenes Training und diverse Entspannungs- und Meditationstechniken.

Ebenso können verschiedene Formen direkter und indirekter Suggestionen eingesetzt werden, um eine Trance herbeizuführen, zu vertiefen und therapeutisch zu nutzen. Der Begriff „Suggestion“ lässt sich auf das lateinische Wort „suggerere“ (= darreichen, eingeben, vorschlagen) zurückführen. Eberwein und Schütz bezeichnen eine Suggestion treffend als „Aufforderung an das Unbewusste.“

Durch die Unmenge an Informationen, die in unserem modernen Zeitalter auf uns einprasseln, kommt niemand darum herum sich auf nicht selbst geprüfte Aussagen anderer zu verlassen. In diesem Sinne ist also jeder Mensch suggestibel, auch wenn diese Charaktereigenschaft in Individuen eine verschieden starke Ausprägung zeigt.

In einem Zustand der Trance weist man eine grössere Empfänglichkeit für Suggestionen auf, die suggestiv noch verstärkt werden kann. Somit wird durch Suggestionen ein suggestibler Zustand erzeugt, was auch als „hypnogene Rückkoppelung“ bezeichnet wird.

Praktisch anwenden lässt sich dieses Verfahren durch das zunutze machen der körperlichen Trancezeichen (siehe oben). Die bei Entspannung eintretenden physiologischen Veränderungen wurden gezielt angesprochen. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Klienten auf diese Signale gelenkt, welche ihm wiederum als Bestätigung der Wirksamkeit der Hypnose dienen.

Der Hypnotiseur leitet eine Trance meistens dadurch ein, dass er die Aufmerksamkeit des Klienten zunächst fokussiert. Sobald die Aufmerksamkeit weitgehend in ein Erlebnis „absorbiert“ ist, umgehen die gegebenen Suggestionen die auf den Fokus gerichtete Aufmerksamkeit und können an den bewussten Filterfunktionen des kritischen Denkens vorbei direkt das Unbewusste des Klienten erreichen.

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