Die „indirekte“ Induktionsmethode nach Erickson, Teil 3 von 3

Trancesprache und Trancelogik

In Trance zu gehen, liegt normalerweise ausserhalb der Möglichkeit des Willens. Daher ist für die Induktion einer Trance eine spezielle Kommunikationsweise vonnöten, um eine Veränderung des Bewusstseinszustandes hervorzurufen.

Der Therapeut spricht dabei langsam, lässt kurze Pausen bewusst zu und betont mit seiner Stimmlage die Passagen der Müdigkeit und Entspannung, indem er die Tonlage seiner Stimme senkt. Die Sprechgeschwindigkeit bleibt ruhig-monoton, sodass der Patient die Instruktionen als angenehmen Redefluss und nicht als Eile oder Drängen empfindet. Reizmonotonie ist aber nicht nur durch die Stimmlage des Therapeuten gegeben, sondern auch inhaltlich durch Wiederholungen. Weiterlesen „Die „indirekte“ Induktionsmethode nach Erickson, Teil 3 von 3″

Trancelogik und Trancesprache (Teil 7/7)

Metaphern

Sobald sich der Patient bereits in Trance befindet, eignen sich Metaphern besonders gut um die suggerierte Idee bildhaft in seinem Gedankenprozess zu verankern. Beispielsweise können Umwandlungsprozesse mit der Metapher einer Raupe, welche sich in einen Schmetterling verwandelt, suggeriert werden. Ergründungsprozesse hingegen können durch eine Zwiebel, welche Schicht für Schicht geschält wird, beschrieben werden. So kann man für fast jede Situation eine passende Metapher in die Hypnose einbauen und so den Umgang mit Hypnose lernen. Ob es das Loslassen von schädigenden Gedanken oder das Stärken von gewünschten Eigenschaften ist, alles kann durch Metaphern bewusst gestärkt werden. Daher können bspw. auch Schuldgefühle durch eine Suggestion verursacht, bzw. der Hypnotisierte in die Situation in welcher er sich schuldig fühlt gebracht, und anschliessend diese Gefühle in etwas Positives gewandelt werden, um so den Heilungsprozess zu unterstützen. Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 7/7)“

Trancelogik und Trancesprache (Teil 6/7)

Doppelinduktion

Unter der Doppelinduktion versteht man die Zusammenarbeit von zwei HypnotiseurInnen, die einen oder auch mehrere Patienten gleichzeitig behandeln. Das hat den offensichtlichen Vorteil, dass sich die Hypnotisierenden gegenseitig entlasten und ergänzen können. Zudem können sie ihre gesammelte Erfahrung im Bereich der Verbalisierung der Suggestionen anwenden und die beiden verschiedenen, authentischen und professionellen Trancestimmen gezielt einsetzen. Im Laufe der Zeit entwickelt jeder Hypnotiseur seine ganz eigene Sprache, die sich unterschiedlich auf die Patienten auswirken kann. Mithilfe der Kombination aus beiden Sprachen und Stimmen wirken die zur Trance förderlichen Faktoren von beiden auf das Subjekt ein. Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 6/7)“

Trancelogik und Trancesprache (Teil 5/7)

Die Verknüpfungen

Wer schon einmal einen Hypnose-Kurs oder eine Hypnose-Ausbildung absolviert hat, hat mit grosser Sicherheit schon einmal von „Verknüpfungen“ gehört. Es ist wichtig, zwei oder auch mehrere Botschaften miteinander verknüpfen zu können. Dadurch können sie vom Patienten sehr gut angenommen werden. Man kann sie nach Wirkstärke in ein bestimmtes Schema einteilen. Dabei stehen x und y für die Aussagen, die miteinander verknüpft werden sollen. Das Schema sieht dabei wie folgt aus: Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 5/7)“

Trancelogik und Trancesprache (Teil 4/7)

Auch das VAK(OG)-System ist Teil jeder Hypnose-Ausbildung und sollte in der Therapie zum Einsatz kommen. Viele Menschen, die Hypnose lernen wollen und sich mit dem Thema beschäftigen, haben diesen Ausdruck wahrscheinlich schon einmal gehört. Sie vielleicht auch? Doch worum handelt es sich dabei genau? Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 4/7)“

Trancelogik und Trancesprache (Teil 3/7)

Im dritten Teil zum Thema Trancesprache und Trancelogik geht es nun im Detail um die Veränderungen in den eigenen Sprachmustern. Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 3/7)“

Trancelogik und Trancesprache (Teil 2/7)

Wenn wir von der modernen Hypnose sprechen, so geben wir der Suggestion einen grossen Stellenwert. Vor allem die Fremdsuggestion ist ohne besondere Hilfsmittel praktisch nicht möglich. Diese Hilfsmittel sind meist wichtige sprachliche Begriffe, deren wir uns während der Hypnose bedienen. Man sagt, dass unser “Wille” uns normalerweise daran hindert, in Trance zu gehen. Beinahe in jedem Hypnosekurs bzw. wenn wir Hypnose lernen, wird uns dies gleich zu Beginn klargemacht. Damit es also zur Trance kommt, benötigen wir eine bestimmte Art und Weise der Kommunikation. Nur dann ist uns eine Änderung des Bewusstseinszustands möglich. Vielleicht fragst du dich nun: Wie kann man die Sprache einsetzen, damit die Trance herbeigeführt und auch aufrechterhalten werden kann? Wie schafft man es eine möglichst hohe Qualität der Trance zu erreichen? Weiterlesen „Trancelogik und Trancesprache (Teil 2/7)“

Trancesprache und Trancelogik (Teil 1/7)

Das Trancebewusstsein verfügt über seine ganz eigene Logik. Daher machen durchaus auch zunächst widersprüchlich klingende Formulierungen wie eine „leichte Schwere“ oder eine „tönende Stille“ Sinn. Befindet sich der Patient erst einmal im Trancezustand, können Ambivalenzen, Polaritäten und Komplementaritäten zeitgleich erfahren werden und zwar ohne, dass diesen gegenseitig ausschliessende Formulierungen nicht stören. In diesem Zustand existiert das logische Denken nicht mehr. Der Sinn und die Logik nach dem Motto „Entweder oder“ greifen nicht mehr. Stattdessen gilt für Hypnotisierte eine „Sowohl-als-auch-Logik“. Der Gedankenfluss öffnet sich im Zustand der Trance. Liberales Denken, Grübeln und Hinterfragen haben dabei keinen Platz mehr. Weiterlesen „Trancesprache und Trancelogik (Teil 1/7)“