Heilende Kommunikation am Beispiel von NLP und Hypnose – Teil 2 von 5

Suggestionen

Suggestionen sind eine gute Möglichkeit, etwas im Unterbewusstsein zu verankern, sofern sie richtig angewendet werden. Aufgrund der Tatsache, dass das Bewusste und Unbewusste oft zwei unterschiedliche Dinge erreichen wollen, ist es durch Suggestionen möglich, beides in die gleiche Richtung zu lenken. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen man sich etwas bewusst vornimmt und dann aber sehr rasch daran scheitert, weil das Unterbewusstsein hier nicht mitspielt und aus einer eigentlich gut gemeinten Schutzfunktion gegen dieses Ziel gegensteuert. Ein gutes Beispiel dafür ist das Rauchen. Wenn man sich als Raucher bewusst vornimmt, nicht mehr zu rauchen, dann sollte man Formulierungen, die durch eine richtige Suggestion das Unterbewusstsein darauf einstimmen. Wenn man zu sich sagt: „Ich will nicht rauchen“, dann versteht das Unbewusste, dass man eigentlich rauchen will und will uns aus einer eigentlich gut gemeinten Absicht dazu bewegen, dass wir rauchen. Das Unbewusste will uns von den Qualen abhalten, die mit der Raucherentwöhnung einhergehen.

Innere Bilder als Motivation

Um mit gewissen Situationen umzugehen, bietet sich die Methode der Vorstellung von Inneren Bildern an. Diese Methode kann jeder durchführen, ohne dabei zwingend eine aktive Anleitung einer anderen Person zu benötigen. Im Alltag ist es schwierig, diese Methode mit jemandem anderen Geschulten anzuwenden, weil dieser nicht immer verfügbar ist. Deshalb kann man sich hier alleine an dieser Methode versuchen und wenn eine zweite Person zur Verfügung steht, dann kann man deren Teilnahme in Anspruch nehmen. Jeder kennt den Zustand, wenn man lange nach einem LKW hinterher fährt. Man konzentriert sich und alle Sinne sind hellwach. Gleichzeitig befindet man sich in einem Zustand der Ruhe und beginnt damit, sich auf einen bestimmten Punkt (z.B. das Nummernschild des LKWs) zu konzentrieren. Das ist genau der richtige Augenblick, um mit den Suggestionen zu beginnen.

Es gibt täglich solche Momente, in denen man abschweift oder abdriftet. Oder man versucht absichtlich in einen solchen Zustand der Trance zu finden, um dann in diesem Moment Suggestionen zu machen. Diese Möglichkeit ist auch gut dazu geeignet, Patienten auf einen Eingriff, etc. vorzubereiten. Aber es ist auch eine gute Möglichkeit für sich selbst, mit gewissen Problemen umzugehen oder sich neu zu motivieren.

Authentizität

In vielen Situationen im Leben ist es wichtig, authentisch zu sein, um nicht den Eindruck zu hinterlassen, dass man etwas spielt. Man sollte sich genau Gedanken darüber machen, welche Stärken und Schwächen man besitzt, wie man charakterlich gebaut ist und was einem Freude bereitet oder nicht. Es wird zum Problem, wenn man sich so verhalten muss, dass man etwas überspielt, nur um den Eindruck zu hinterlassen, dass man damit einverstanden ist. Ein Beispiel dafür wäre ein Politiker, den man eine Aussage nicht glaubt, weil man merkt, dass er sie nur aufgrund äußerer Umstände vertritt, sie aber nicht seiner persönlichen Meinung entspricht. Authentizität ist auch im ärztlichen Bereich wichtig, weil hier auch Patienten merken können, wenn man etwas vermittelt, wovon man nicht überzeugt ist.

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