Heilende Kommunikation am Beispiel von NLP und Hypnose – Teil 1 von 5

Würde man Hypnoakupunktur als einen Bogen ansehen, könnte man am einen Ende die Hypnose durch das gesprochene Wort, am anderen Ende den Stich der Nadel sehen. Dieser Bogen spannt sich im wahrsten Sinne des Wortes vom Punkt der reinen Intuition als Ausgangspunkt der verbalen Suggestion über die Verwendung des „magnetischen Fluidums“ im Sinne der Nichtberührung während der mesmerischen Passes weiter über die Berührung im Sinne des Therapeutic Touch, die sanft und zart ist, gefolgt vom festen Druck in der Akupressur mit dem Gipfel als Akupunktur, wo tatsächlich ein Trauma gesetzt wird. Aus diesem therapeutischen Bogen wird mit einem Mal die Ursache für den Erfolg dieses mächtigen Instruments der Hypnoakupunktur sichtbar. Die Methode kanalisiert die Intention zur Heilung einerseits über den Geist, gleichzeitig aber auch durch die minimalinvasive, korrektive Störung der physischen Integrität: als würde man am kleinen Steuerrad eines riesigen Schiffs sitzen.

Sprache und Kommunikation

Sprache und Kommunikation sind zwei wichtige Aspekte im gemeinsamen Umgang. Vor allem im beruflichen Umfeld kommt es immer wieder zu Konflikten, die aufgrund mangelnder oder falscher Kommunikation und Verwendung von Sprache passieren. Das Gegenüber besitzt, so wie wir selbst eigene Charaktereigenschaften und eine eigene Art zu kommunizieren. Daher ist es zum Beispiel kontraproduktiv, eine sehr forsche Gangart an den Tag zu legen, wenn einem eine sehr resistente Person gegenüber steht, die auf diese Art nicht eingeht. Sprache ist ein Mittel, dass sehr viele Probleme lösen, aber auch gleichzeitig viele Probleme erst schaffen oder gar verschärfen kann.

Neurolinguistisches Programmieren (NLP)

Eine Möglichkeit, die man in der Kommunikation mit anderen einsetzen kann, ist das NLP (neurolinguistisches Programmieren). Es stellt eine Möglichkeit dar, wie man auf das Gegenüber sprachlich eingeht, um verstanden zu werden. Es geht darum zu verstehen, wie das Gegenüber sprachlich funktioniert, damit man mit ihm ein Stück mitgehen kann (Pacing) und man versucht durch gezielte Formulierungen, ihn in seinem Denkmuster zur Lösung zu bringen. Wichtiges Werkzeug bei dieser Technik ist die Anerkennung und Wertschätzung. Um das Gegenüber zu einer konstruktiven Lösung hinzuführen, setzt man zuerst anerkennende Punkte, die aufzeigen, was der Gesprächspartner schon Positives bewirkt hat. Durch das Zeigen von Anerkennung wird das Gegenüber offener für sinnvolle und konstruktive Verbesserungsvorschläge. Betrachtet man das Beispiel des sturen Vorgesetzten, so kann man sich dies metaphorisch vorstellen. Wenn man sich die Szenerie eines Felsens an der Küste vorstellt, so kann dieser langsam von Wasser umspült werden, oder man reagiert auch stur und beratungsresistent und lässt die Wellen gegen den Felsen prallen. Dies soll eine Metapher dafür sein, dass ein geduldiges Umspülen den Felsen immer mehr abnützt, als eine kräftige Welle, die auf diesen Felsen prallt. Ein anderes Beispiel zu diesem Thema wäre das Vorstellungsgespräch, bei dem die Wortwahl wichtig ist, weil gewisse Wörter, wie zum Beispiel Krankheit, Schwangerschaft etc. dazu führen, dass sich beim potenziellen Arbeitgeber ein negatives Gefühl einstellt. Deshalb sollte man positiv behaftete Wörter und Attribute verwenden. Die Technik lässt sich aber auch auf andere Bereiche ummünzen, wie zum Beispiel die Arzt-Patienten-Interaktion bei einem Eingriff unter lokaler Anästhesie. Hier bekommt der Patient mit, was der Arzt macht und dabei kann man als Arzt durch den richtigen Gebrauch von verschieden Attributen und Adjektiven beim Patienten ein positiveres Gefühl herstellen, sodass dieser den Eingriff besser übersteht.

Ein wichtiger Teil des NLP besteht darin, dass man herausfindet, welcher Sinn beim Gegenüber am stärksten ausgeprägt ist. Wenn eine Person in seinen Beschreibungen in Bildern spricht, Farben beschreibt, Verben wie „sehen“ oder „anschauen“ verwendet, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine visuelle Veranlagung gross. Anders sieht es aus, wenn jemand Wörter wie „fühlen“, „in die Hand nehmen“ oder ähnliches verwendet. Dies deutet auf eine sensorische oder taktile Veranlagung hin. Besonders häufig ist dieser Typ bei Sehbehinderten ausgeprägt. Ein Zeichen für eine auditive Veranlagung sind Wörter, die sich um den Begriff des Hörens drehen, wie zum Beispiel „zuhören“, „anhören“ oder „nach innen horchen“. Eine andere Möglichkeit wäre noch der olfaktorisch veranlagte Typ, bei dem es sich um Begriffe wie das „Riechen“ dreht. Durch dieses Achten auf Bevorzugung des Gegenübers in der Art der Formulierung, ist es möglich selbst Formulierungen zu treffen, die für die Person angenehmer sind und sie dazu veranlassen, dass sie sich so besser auf das Gespräch oder auf eine Behandlung einlassen kann. So ist es möglich, bei Patienten ein besseres Gefühl zu verursachen, aufgrund klug gewählter Formulierung durch die Analyse des Gegenübers.

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