Dr. med. Clemens Kaindlstorfer stellt sich vor – ein privates Interview

Ihr Hypnose-Coach Dr. med. Clemens Kaindlstorfer stellt sich vor

In unserem heutigen Blogpost möchte ich Ihnen unseren Augenarzt und Hypnose-Coach, Dr. med. Clemens Kaindlstorfer, etwas näher vorstellen. Im Interview spricht Clemens über berufliche Herausforderungen und seine Vision, gibt private Einblicke in seine bisher eindrücklichste Reise und verrät, worauf er in seinem Leben nicht verzichten könnte.

Ihnen wünsche ich nun viel Spass beim Lesen und viele interessante Einblicke!

Dr. Clemens Kaindlstorfer mit seiner Frau Stefanie und seinem Sohn

Hallo Clemens, bitte stelle dich und deine Arbeitsbereiche kurz vor. Wer bist du und was machst du alles beruflich?
Hallo Marina, ich bin Augenarzt und lebe mit meiner Frau und meinem einjährigen Sohn in Linz, Österreich. Ich habe neben meinem Beruf an der Klinik vor bereits acht Jahren den Kontakt zur Akupunktur und zur Medizinischen Hypnose gefunden und seit sechs Jahren leite ich voller Begeisterung Kurse zu diesen Themen mit dem Schwerpunkt auf die Kombination der Medizinischen Hypnose mit bestehenden Therapiemethoden. So wurde 2012 von mir die Hypnoakupunktur als eine neue Behandlungsmethode ins Leben gerufen.

Was war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?
Der Start in Linz im Klinikum “Barmherzige Brüder” – dieser war zunächst nur für eine allgemeinmedizinische Rotation, ohne Aussicht auf eine Ausbildungsstelle für Augenheilkunde. Da ich aber bereits im Studium das dortige Team kennenlernen durfte, war für mich klar: “Da muss ich hin” – Eine Entscheidung, die sich zu 100% rentiert hat und ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit

Wie bist du zur Medizinischen Hypnose gekommen?
Im Rahmen meines Medizinstudiums in Graz konnte ich eine fünfwöchige Intensivausbildung zum Thema “Medizinische Hypnose und vertiefte ärztliche Kommunikation” absolvieren. Von da an griff ein Zahnrad in das nächste und durch meine Begeisterung und Energie konnte ich zwei Professoren in Graz motivieren, mit mir als Student gemeinsam die Hypnoakupunktur zu gründen, ein umfassendes Lehrbuch zu schreiben und Kurse in ganz Österreich zu diesem Thema anzubieten. In weiterer Folge gründeten wir den jährlichen “Grazer Hypnosekongress”, die “Österreichische Gesellschaft für Medizinische Hypnose e.V. (ÖGMH) und ein umfangreiches Ausbildungscurriculum in Graz und in der Schweiz auf der Bettmeralp.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spass?
In der Klinik ist es die direkte Arbeit am Patienten, der Blick in das Auge und die umfangreichen Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Im Rahmen der Hypnose sind es die Kurse und die Didaktik – es ist für mich die größte Freude über mehrere Kurswochenenden mit den Teilnehmer/Innen gemeinsam eine richtig gute Ausbildung zu leiten und zu sehen, wie diese nach bereits 3-4 Kurstage erfolgreich die Medizinische Hypnose anwenden können. Der rasche Fortschritt ist durch die bestmögliche Kursstruktur und die umfassenden Übungen ermöglicht und es macht mir enorm viel Spass, diese Ausbildungen zu organisieren und durchzuführen.

Welchen Herausforderungen musst du dich stellen und wie meisterst du sie?
Es sind vor allem zeitliche Herausforderungen – neben der Vollzeittätigkeit im Spital mit Nacht- und Wochenenddiensten ist mir die Zeit mit meiner Familie besonders wichtig. Unternehmungen mit meiner Frau und meinem Sohn stehen für mich ganz oben auf der Prioritätenliste. Daher ist für mich die Organisation der Kurswochenenden jedes Jahr aufs neue eine riesen Herausforderung und ich meistere sie hauptsächlich durch die liebevolle Unterstützung meiner Frau Stefanie.

Was ist deine Vision? Und wo siehst du dich und deine Kurse in 10 Jahren?
Meine Vision ist, einerseits möglichst vielen Menschen diese wundervolle und effektive Heilmethode der Medizinischen Hypnose beizubringen und andererseits die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Hypnose mit all ihren Angeboten immer weiter aufzubauen. In 10 Jahren möchte ich auf einen Weg zurückblicken können, der meine Begeisterung zu diesem Thema exponentiell gesteigert und diese Begeisterung auf vielfältige Art und Weise verbreitet hat.

Welches Projekt möchtest du als nächstes in Angriff nehmen?
Nach meiner Väterkarenz bei meinem Sohn Jonas bin ich hochmotiviert, meine Tätigkeit im Spital wieder aufzunehmen und diese weiter in meinen chirurgischen und refraktiv-chirurgischen Fähigkeiten zu optimieren. Im Rahmen der Hypnoseausbildungen wird ein neuer Kurs ins Leben gerufen, der von uns als das “Abschluss-Level” oder “C-Level” bezeichnet wird. Er dient der praktischen Vertiefung der Kursinhalte aus der Ausbildung und wird an einem verlängerten Wochenende (Donnerstag bis Sonntag) in Linz abgehalten werden.

Wenn du eine Sache auf der Welt verändern dürftest, was wäre das?
Gegenseitige Achtung und aufrichtige Respektierung aller Menschen und ihrer Bedürfnisse – dazu braucht es einen liebevollen und aufmerksamen Blick in unseren Herzen und diesen aufmerksamen Blick würde ich gerne in jedem Menschen “aktivieren”. Dann würde man nicht mehr mit den eigenen Scheuklappen durch das Leben gehen, nicht mehr abstumpfen und nicht mehr einfach nur wegschauen. Dieser liebevolle Blick könnte unseren Planeten, die Artenvielfalt und das gegenseitige menschliche Miteinander in einem einzigen Wimpernschlag vor dem Untergang bewahren.

Was war deine bisher eindrücklichste Reise?
Tanzania im Rahmen meines Studiums 2013 – Wir waren zu zweit unterwegs und für 2 Monate dort in einem Spital tätig. Die Lebensfreude und Aufmerksamkeit vieler Menschen dort war bemerkenswert und die Arbeit dort war für mein Leben sehr bereichernd.

Dr. Clemens Kaindlstorfer während seiner medizinischen Tätigkeit in Tansania

Welches sind deine Quellen der Inspiration?
Freundschaft und Liebe – in den persönlichen Kontakten und im Miteinander schöne Momente zu teilen, ist für mich eine der tiefsten Quellen der Inspiration und Schmiede meiner Kreativität. Etwas gemeinsam aufzubauen, zu erleben und sich mit anderen über Gott und die Welt auszutauschen, berührt mein Herz. Es sind aber auch die vielen Momente in der Natur, auf einem Berggipfel und in den Wäldern, welche ich gezielt als Quelle meiner Inspiration suche.

Gibt es etwas, worauf du besonders stolz bist und etwas, was du gerne rückgängig machen würdest?
Besonders stolz bin ich darauf, dass ich in meinem Leben schon früh selbst die Zügel in die Hand genommen habe und die Dinge durchziehen kann, die mir aufrichtig Freude bereiten. Ich konnte durch die Arbeit an meiner Rhetorik und durch eine gewisse Ausdauer bereits in meinem Studium sehr viele Weichen für mein weiteres Leben legen und der Aufbau der Hypnoakupunktur ist sicherlich eines der Projekte, auf die ich besonders stolz bin. Bezüglich gerne rückgängig machen fällt mir eigentlich nichts konkret ein – denn selbst bei Umwegen oder bei Projekten, die weniger erfolgreich waren, habe ich enorm viel gelernt und aus meiner Perspektive hat jeder Umweg und jeder Irrweg seine Berechtigung.

Worauf könntest du in deinem Leben nicht verzichten?
Auf meine liebevolle Familie, meinen Freundeskreis und meine Arbeitskolleg/Innen – all diese Menschen tragen mich durch das Leben und ich bin dankbar für jede/n einzelne/n von ihnen!

Dr. Clemens Kaindlstorfer beim Spielen mit seinem Sohn

Zu guter Letzt: Was gibt es heute bei dir zum Abendessen?
Eine Goldbrasse vom Grill mit frischem Gemüse aus meinem Garten und dazu ein gutes Glas Wein.

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